Welcher ist der beste Trading-Broker?

Welchen Broker soll ich wählen? - So findest Du den richtigen Broker!

Wenn man anfängt sich mit dem Trading zu beschäftigen wird schnell klar, dass es unzählige Broker gibt die scheinbar alle das beste Angebot für einen bereithalten. Bei dieser Fülle an werbewirksamen Angeboten fällt es nicht schwer, den Überblick zu verlieren. Welcher Broker ist denn nun der richtige? Welcher bietet das beste Verhältnis von Angebot und Nachfrage? Und wofür brauche ich überhaupt einen Broker? Diese und weitere Fragen stellt sich am Anfang jeder angehende Händler. Deshalb möchten wir etwas Licht ins Dunkel bringen und kurz das Wichtigste über Broker zusammenfassen.

Der Begriff Broker kann im Deutschen am besten mit Börsenmakler oder Vermittler übersetzt werden. Er übernimmt für seine Kunden die Aufgabe, ihre Orders an einer Börse oder an einem außerbörslichen Handelsplatz zu platzieren. Für diese Dienstleistung erhält er eine Kommission oder profitiert über weitere Faktoren, welche noch genauer erläutert werden.

Händler -> Broker -> Börse, außerbörslicher Handelsplatz

Diese recht einfache Aufgabe wird von verschiedenen Brokern aber oft unterschiedlich gut ausgeführt. Wir wollen hier einmal anhand von Forex- und CFD-Brokern erläutern, wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Brokern liegen.

Schauen wir uns zuerst den Forex-Handel an: Hier stößt man bei der Recherche nach dem passenden Broker schnell auf drei unterschiedliche Ausführungsarten für die Kundenorders. Einige Broker agieren als Market Maker, andere versprechen eine STP- und wieder andere eine ECN-Ausführung.  Wofür stehen diese Begriffe also? Market Maker bedeutet, dass der Broker selber Kurse stellt, zu welchen seine Kunden handeln können. Dabei können sich die Broker an die aktuellen Wechselkurse halten, oder aber die Kurse (zu ihren Gunsten) leicht anpassen. Er „macht also den Markt“, womit wir bei der Übersetzung des englischen Begriffs „Market Maker“ sind. Bei einer STP-Ausführung stellt der Broker keine eigenen Kurse, sondern bedient sich an dem Angebot und der Nachfrage des Interbankenmarktes. STP steht für „straight through processing“, was auf Deutsch in etwa „direkte Durchleitung“ bedeutet. Die Kundenorders werden also zu den aktuellen Marktpreisen weitergeleitet und ausgeführt. Die ECN-Ausführung geht sogar noch einen Schritt weiter. ECN steht dabei für „electronic communication network“ (auf Deutsch: „elektronisches Handelsnetzwerk“) und es bedeutet, dass die Kundenaufträge direkt an ein Liquiditätsnetzwerk weitergeleitet werden. Über dieses Netzwerk bedienen auch Banken und andere große Währungshändler ihr Angebot und ihre Nachfrage. Market Maker und STP-Broker können über eine Kommission und den Spread Gewinne erwirtschaften. ECN-Broker verdienen ihr Geld lediglich über eine Kommission, da sie die Orders direkt weiterleiten und die Kurse nicht verändern. Generell kann man sagen, dass Market Maker immer die meisten Möglichkeiten haben die Kurse zu manipulieren. Hier sollte man vorsichtig sein, da auch günstige Konditionen diesen Nachteil oft nicht ausgleichen können. Bei den STP- und ECN-Brokern sind vor allem die Kosten entscheidend sowie die Geschwindigkeit der Orderausführung.

 

Brokertyp Ausführungsart Verdienstmöglichkeiten
Market Maker Stellt eigene Kurse Kommission und/oder Spread
STP Leitet Aufträge weiter Kommission und/oder Spread
ECN Schafft Verbindung zum Liquiditätsnetz Kommission

 

Beim CFD-Handel ist es üblich, dass die Broker als Market Maker agieren oder aber die Aufträge ihrer Kunden an einen Liquiditätsprovider weiterleiten. Das kann zum Beispiel ein anderer Broker oder Liquiditätsanbieter sein. Oft ist diese dritte Partei dann ein Market Maker. Theoretisch hat er die Macht die Kurse in die ein oder andere Richtung zu beeinflussen oder aber für eine Zeit lang gar keine Kurse zu stellen, sodass kein Handel möglich ist. Einen regulierten Markt für diese Produkte gibt es nicht, da die Geschäfte lediglich zwischen dem Broker und seinem Kunden stattfindet. Bei CFD-Brokern ist deshalb neben der Kostenstruktur vor allem eine faire Orderausführung des Brokers entscheidend.

Ein Broker stellt seine Dienstleistung natürlich nicht umsonst zur Verfügung, sondern berechnet eine Gebühr. Diese kann in Form einer festen Kommission für jeden Trade anfallen oder als Spread, welcher zu zahlen ist. Außerdem verdienen Broker über die Finanzierungsgebühren, welche sie für Positionen berechnen, welche über mehrere Tage gehalten werden. Die Kommission pro Trade sollte selbsterklärend sein. Diese fällt nicht bei allen Brokern an, da viele mittlerweile darauf verzichten und nur noch über den Spread und die Finanzierungsgebühren verdienen. Der Spread entsteht, da für jeden Markt immer zwei Kurse gleichzeitig gestellt werden: Der niedrigere Bid-Kurs und der höhere Ask-Kurs. Im Dax beispielsweise 10.000 als Bid-Kurs und 10.001 als Ask-Kurs. Die Händler können dann immer zum Ask-Kurs kaufen und zum Bid-Kurs verkaufen. In der Handelsplattform der Broker wird üblicherweise der Bid-Kurs angezeigt. Oft kann man aber zwischen Bid- und Ask-Kurs wechseln oder den Ask-Kurs gleichzeitig durch eine Markierung einblenden lassen. Je höher dabei der Spread zwischen den beiden Kursen ist, desto größer sind die Kosten für den Händler. Ein Beispiel verdeutlicht den Sachverhalt:

Annahmen: Gehandelt werden 1.000 Trades im DAX CFD, wobei 1 Indexpunkt 1 Euro ausmacht.

 

1 Punkt Spread 0,8 Punkte Spread
Kosten pro Trade: 1€ Kosten pro Trade: 0,8€
Kosten bei 1.000 Trades: 1.000€ Kosten pro bei 1.000 Trades: 800€
Unterschied: 200€

 

Das Beispiel zeigt schnell wie groß der Unterschied bei einer Differenz von lediglich 0,2 Punkten im Spread. Für den aktiven Händler sind 1.000 Trades ein durchaus realistisches Jahresvolumen. Wie groß das Ausmaß dieser Kosten ist, wird besonders dann bewusst, wenn man diese Werte auf eine Kontogröße von 10.000€ bezieht. Dann machen 1.000€ bereits 10% Rendite aus, welche man erst einmal erwirtschaften muss, nur um seine Kosten zu decken. Da sind 200€ Kostenersparnis schon eine merkliche Erleichterung.

Als letzter Kostenpunkt für den aktiven Handel sind die Finanzierungskosten zu nennen. Diese entstehen, wenn einzelne Positionen über mehrere Tage gehalten werden. Beim Handel über einen CFD- und Forex-Broker handelt der Händler nämlich in der Regel auf Margin. Das bedeutet, dass er beim Broker nur einen kleinen Teil der investierten Summe in bar als Sicherheit hinterlegen muss. Die restliche Summe leiht ihm der Broker. Da der Broker als Margin also nur einen kleinen Teil der investierten Summe erhält muss er sich den restlichen Teil leihen um sein Risiko vollständig abzusichern. Für den Händler bringt das den Vorteil, dass er sein eigenes Kapital gehebelt einsetzen kann. So kann er beispielsweise ein Forex-Geschäft mit einem Gegenwert von 10.000$ tätigen und muss nur 100$ als Sicherheit hinterlegen. Über Nacht würde er seinem Broker dafür dann Zinsen für das geliehene Kapital zahlen. Bei einem Zinssatz von 1% pro Jahr wären das zum Beispiel 0,27$:

 

10.000$ x 1% / 365 Tage =     0,27$

 

Außerdem können kosten für die Handelsplattform und den Datenfeed entstehen. Im CFD- und Forex-Bereich sollte dies aber nicht der Fall sein, da es genügend gute und frei verfügbare Ressourcen gibt!

In Zusammenarbeit mit dem größten Brokervergleich Deutschlands können wir jedem die Möglichkeit geben, einen Teil der Handelsgebühren zurückerstattet zu bekommen. Damit sinkt der Nachteil des Traders erheblich. Genauere Informationen dazu findest Du auf unserer Webseite unter Brokervergleich.

Wichtig: Die meisten Broker bieten kostenlose Demokonten an. Es ist also möglich den Broker absolut kostenfrei und unverbindlich zu testen. Das sollte auf jeden Fall gemacht werden, bevor man ein Echtgeldkonto bei dem Broker eröffnet. Außerdem findet man im Internet zahlreiche Erfahrungsberichte über einzelne Broker. Auch das kann helfen die Spreu vom Weizen zu trennen. Es ist auch keinesfalls verwerflich verschiedene Broker auszuprobieren. Denn am Ende ist der Broker einer der wichtigsten Faktoren überhaupt, wenn es darum geht langfristig erfolgreich zu handeln.

Im Folgenden findest Du noch eine kurze Checkliste mit Punkten, welche bei der Brokerwahl auf jeden Fall beachtet werden sollte.

  • Welche Produkte/Basiswerte können bei dem Broker gehandelt werden?
  • Liegt das eingezahlte Geld beim Broker oder auf einem separaten Konto?
  • Unterliegt der Broker einer relevanten Aufsichtsbehörde, wie der BaFin oder der FSA?
  • Welche Art der Orderausführung nutzt der Broker?
  • Wie schnell werden Aufträge ausgeführt?
  • Sind kleine Handelseinheiten möglich, z.B. Dax 0,1€ pro Punkt?
  • Wie hoch sind die Kosten für den Handel, die Plattform etc.?
  • Bietet der Broker automatischen Handel über Handelsprogramme an?
  • Wie gut ist der Kundenservice und welche Sprachen spricht er?

 

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